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SAP Plant Maintenance (SAP PM)

SAP SE · Germany (Walldorf)

Sehr tiefe Instandhaltungsprozesse mit nativer FI/MM-Integration und starker Governance; Akzeptanz am Shopfloor gelingt nur mit sauberem Rollendesign, und echte Offline-Mobilität liegt in einem separaten SAP-Produkt.

Website
sap.com
Betriebsmodell
Hybrid
Preismodell
Lizenz Pro Nutzer Funktionspaket
Einstiegspreis
47
Preistransparenz
1/4
Reife
4/4
Kleine Orgs
No
Enterprise
Yes

Staerken

  • Sehr hohe Prozesstiefe von Störmeldung über Arbeitsauftrag bis Abrechnung im gleichen ERP-Kern.
  • Native Integration in FI/MM reduziert Medienbrüche bei Instandhaltungskosten und Ersatzteilen.
  • Anlagenmodell mit Technischem Platz, Equipment und Baugruppen skaliert für komplexe Werke und lange Lebenszyklen.
  • Governance- und Audit-Tiefe passt für regulierte, mehrwerkige Enterprise-Umgebungen.

Luecken

  • Fahren Sie einen Techniker-Pilot in Fiori und quantifizieren Sie den nötigen Customizing-Aufwand für akzeptable Rückmeldezeiten.
  • Prüfen Sie früh, ob Online-Mobile ausreicht, oder ob SAP Asset Manager für Offline zwingend budgetiert werden muss.
  • Lassen Sie Standard-Planung gegen MRS/RSH live vergleichen, wenn Schicht-, Skill- oder Kapazitätsconstraints kritisch sind.
  • Fordern Sie ein reales Demo Ihres Schadenskatalogs, um RCA-Datenqualität unter Last abzusichern.
  • Lassen Sie Aufwand und Upgrade-Auswirkung für Fiori-Rollen- und Screen-Tailoring vor Projektfreigabe belastbar schätzen.
  • Klären Sie Digital-Access-Kosten früh, wenn externe Systeme Instandhaltungsbelege in SAP erzeugen.

Funktionstiefe

Funktion Bewertung Begruendung
Asset-Hierarchie
Technische Plätze, Equipments und Einbaukomponenten erlauben sehr tiefe Anlagenhierarchien. Die Qualität steht und fällt mit Stammdaten-Governance.
Asset-Identifikation
Umfangreiche Equipment-Stammdaten, Seriennummern und Strukturkennzeichen sind Standard. Scan-first im Feld ist mit Zusatzprodukten stärker.
Asset-Historie/Dokumente
Historie ist über Aufträge und Meldungen vorhanden, aber Auffinden und Nachpflege ist im Alltag oft UI-lastig.
Stoerungsmeldungen
Störmeldungsaufnahme und Disposition sind in GUI und Fiori ausgereift. Die Einfachheit für Melder variiert je Rollen- und Prozessdesign.
Auftragsabwicklung
Der komplette Ablauf mit Planung, Freigabe, Rückmeldung, TECO und Abrechnung ist nativ. Die Prozesstiefe erhöht den Schulungsbedarf.
Fehlerursachenanalyse
Schadens-, Ursachen- und Tätigkeitskataloge liefern starke RCA-Struktur. Schlechte Katalogpflege entwertet Auswertungen schnell.
Praeventive Wartung
Einzelzyklus-, Strategie- und arbeitsplanbasierte vorbeugende Instandhaltung sind Kernstärken. Ohne Planungsdisziplin steigt der Admin-Aufwand.
Nutzungsbasierte Trigger
Zähler und Grenzwerte sind im PM-Kern vorhanden, die Trigger-Tiefe und Bedienbarkeit liegen aber eher auf Standardniveau.
Maschinenstillstand
Stillstandsaufnahme und Instandhaltungsanalysen sind vorhanden. MES-nahe Ursachenbaum-Tiefe braucht angrenzende Produktionslösungen.
Inspektionen/Checklisten
Prüfschritte sind über Arbeitspläne abbildbar, ein starker nativer Checklisten-Builder fehlt jedoch; viele Teams nutzen Zusatztools.
Mobile App
Kern-Fiori-Apps sind mobil nutzbar, aber online. Echte Offline-Ausführung erfordert SAP Asset Manager als separates Scope.
Teile/Stueckliste
PM-Baugruppen und BOM-basierte Planung sind Enterprise-tauglich. Die Modelltiefe ist für kleine Teams oft zu schwergewichtig.
Lager/Beschaffung
Native MM-Integration deckt Reservierungen, Warenbewegungen und Dienstleistungsbeschaffung ab. Prozessdesign bleibt komplex.
Planung/Disposition
Das Planungscockpit bietet starke Transparenz und Disposition. Endliche Optimierung und Skill-Constraints benötigen Zusatzprodukte.
Mitarbeiterkompetenzen
Arbeitsplätze und Verantwortungen sind Standard. Skill- und Zertifikatsbasierte Disposition ist im PM-Kern nur begrenzt.
Externe Dienstleister
Fremdleistungen und Beschaffung sind SAP-seitig belastbar abbildbar. Eine dedizierte Fremddienstleister-Portal-UX ist keine PM-Kernstärke.
UX-Adoption
Rollenbasierte Fiori-Apps verbessern die Nutzbarkeit gegenüber der klassischen GUI. Ohne Vereinfachung bleibt die Techniker-UX oft komplex.
Reporting/KPIs
Embedded Analytics decken zentrale Instandhaltungs-KPIs und Drilldowns ab. Prädiktive Reliability-Modelle liegen in angrenzenden SAP-Lösungen.
Integrationen/API
OData/REST und klassische Integrationsmuster sind vorhanden und enterprise-erprobt. Governance und Kosten müssen architektonisch gesteuert werden.
SAP-ERP-Integration
PM ist nativ im SAP-ERP-Kern mit Kosten- und Logistikfluss verankert. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber angedockten CMMS-Lösungen.
Sicherheit/Admin
PFCG/Business-Rollen, Auditierbarkeit und Enterprise-Controls sind ausgereift. Das Berechtigungsmodell braucht erfahrene Governance.
Automatisierung/Workflows
Workflow- und Statusautomatisierung ist stark für Enterprise-Prozesskontrolle. Leichtgewichtige Low-Code-Automation ist weniger zugänglich.
Anpassbarkeit
Erweiterbarkeit über Customizing und SAP-Plattform ist sehr tief. Zuviel Custom Scope erzeugt langfristige Upgrade- und Pflegekosten.
KI-Unterstuetzung
KI im PM-Kern ist begrenzt und szenarioabhängig. Tiefe Reliability-KI liegt meist in separaten SAP-Produkten.
0: Nicht vorhanden 1: Basis: nutzbar, geringe Tiefe 2: Standard: erwartbares CMMS-Niveau 3: Fortgeschritten: fuer reale Komplexitaet 4: Best-in-Class: tief, reibungsarm, klar gesteuert

Vertrauen & Compliance

Zertifizierungen
ISO 9001ISO/IEC 27001ISO 22301SOC 1SOC 2
Konfidenz
Mittel
Kundenreferenzen
  • Spirit Energy
  • Hungrana
  • Danish State Railways (DSB)
  • Austrian Federal Railways (OeBB)
  • Petrobras
  • SBB
Rollout-Unterstuetzung
4

Unternehmensdaten

Mitarbeiter (ca.)
110000
Kunden (ca.)
320000
VC-finanziert
No
Sprachen
English, German, Spanish, French, Italian, Portuguese, Japanese, Korean, Simplified Chinese, Traditional Chinese
Angrenzende Bereiche
eam, apm, field_service, work_clearance_management
Zuletzt geprueft
2026-02-09

Hinweise

SAP PM/EAM passt als digitaler Kern für komplexe Instandhaltungsorganisationen, nicht als leichtes Schnellstart-Tool. Bei kleineren Betrieben entsteht Aufwand häufig durch Governance- und Prozessbreite, nicht durch fehlende Funktionen.

Quellen